Ausverkauft heißt: Nachfrage ohne Angebot
Ein ausverkauftes Produkt verschwindet nicht aus Google, nicht aus Ihren Newslettern und nicht aus den Lesezeichen Ihrer Kunden. Es wird weiter aufgerufen, nur kaufen kann es niemand. Jeder dieser Aufrufe ist ein Kunde, der bereit war zu bezahlen.
WooCommerce listet Ihnen im Lagerbestand auf, welche Produkte nicht vorrätig sind. Ob ein ausverkauftes Produkt zehnmal oder tausendmal im Monat aufgerufen wird, erfahren Sie dort nicht. So wird nachbestellt, was gerade auffällt, statt was am meisten Geld kostet.
So rechnet man den Verlust
Die Formel ist einfach: Aufrufe im ausverkauften Zustand × Conversion-Rate × Preis. Die Conversion-Rate ist der Anteil der Produktaufrufe, die zu einer Bestellung führen. In vielen Shops liegt sie zwischen 1 und 3 %. Kennen Sie Ihre eigene, rechnen Sie mit dieser.
Schwierig ist nur der erste Teil: Wie oft wurde das Produkt aufgerufen, während es ausverkauft war? Das zählt weder WooCommerce noch Google Analytics von sich aus.
Was Sie mit der Zahl anfangen
- Nachbestellen nach Dringlichkeit: Zuerst die Produkte, die am meisten Umsatz kosten, nicht die, die zuletzt aufgefallen sind.
- Einkaufsmengen anpassen: Was regelmäßig ausverkauft und dabei stark gefragt ist, war zu knapp bestellt.
- Alternativen anbieten: Auf viel besuchten ausverkauften Produkten ähnliche, verfügbare Artikel verlinken.
- Nicht vorschnell ausblenden: Wer ausverkaufte Produkte aus dem Shop nimmt, verliert oft auch ihre Platzierung bei Google. Sichtbar lassen und nachbestellen ist meist besser.
Die Lösung: das Ausverkauft-Radar der Lost Revenue Suite
Das Ausverkauft-Radar zählt jeden Aufruf eines Produkts, das gerade nicht vorrätig ist, und rechnet den entgangenen Umsatz mit Ihrer Conversion-Rate in Euro hoch. Die Liste ist nach Verlust sortiert, das teuerste Loch steht oben. Sie sehen auch, welche Produkte inzwischen wieder vorrätig sind.
Das Radar funktioniert auch, wenn Ihr Shop mit Seiten-Caching arbeitet (zum Beispiel WP Rocket oder LiteSpeed Cache). Variable Produkte zählen, sobald keine Variante mehr vorrätig ist. Im kostenlosen Branchenvergleich sehen Sie, ob Ihr Anteil ausverkaufter Produkte und Ihr Verlust über dem Durchschnitt vergleichbarer Shops liegen.
Datenschutz: Gezählt werden nur Produkt, Datum und Anzahl der Aufrufe. Keine IP-Adressen, keine Kundendaten, keine Cookies. Die meisten Bots werden automatisch herausgefiltert.
So sieht es aus (fiktive Werte, Conversion-Rate 2 %)
| Produkt | Aufrufe | Verlust |
|---|---|---|
| Wanderjacke Pro | 410 | 1.558 € |
| Thermoflasche 1 l | 620 | 372 € |
| Merino-Shirt | 185 | 218 € |
| Trinkflasche Kids | 15 | 6 € |
So gehen Sie vor
Plugin installieren
In WordPress hochladen und aktivieren. Das Radar zählt ab sofort.
Conversion-Rate einstellen
Mit Ihrer eigenen Rate wird die Schätzung realistisch. Voreingestellt sind 2 %.
Verlust in Euro sehen
Alle ausverkauften Produkte mit Aufrufen und entgangenem Umsatz, sortiert nach Dringlichkeit.
Gezielt nachbestellen
Zuerst das, was am meisten kostet. Der Wochenbericht erinnert Sie per E-Mail.
Häufige Fragen
Zeigt WooCommerce, wie oft ausverkaufte Produkte aufgerufen werden?
Nein. WooCommerce zeigt den Lagerstatus und listet nicht vorrätige Produkte auf, zählt aber nicht, wie oft sie in dieser Zeit aufgerufen wurden. Genau diese Zahl liefert das Ausverkauft-Radar.
Wie genau ist die Schätzung?
Es ist eine Hochrechnung: Aufrufe mal Conversion-Rate mal Preis. Mit Ihrer eigenen Conversion-Rate wird sie deutlich genauer. Für die Reihenfolge beim Nachbestellen ist sie in jedem Fall aussagekräftig.
Funktioniert das mit Caching-Plugins?
Ja. Die Aufrufe werden auch dann gezählt, wenn Ihr Shop Seiten zwischenspeichert, zum Beispiel mit WP Rocket oder LiteSpeed Cache.
Wie werden variable Produkte gezählt?
Ein variables Produkt zählt als ausverkauft, wenn keine seiner Varianten mehr vorrätig ist.